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Sekte
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Sekte (von lateinisch secta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘) ist eine Bezeichnung fĂŒr eine religiöse, philosophische oder politische Richtung und ihre AnhĂ€ngerschaft. Die Bezeichnung bezieht sich auf soziale Gruppierungen, die sich durch ihre Lehre, ihr Dogma oder ihren Ritus von vorherrschenden Überzeugungen unterscheiden und oft im Konflikt mit deren Vertretern und AnhĂ€ngern stehen.

In erster Linie steht Sekte fĂŒr eine von einer Mutterreligion abgespaltene religiöse Gemeinschaft. Der ursprĂŒnglich wertneutrale Ausdruck hat aufgrund seiner Geschichte und PrĂ€gung durch den kirchlichen Sprachgebrauch einen meist abwertenden Charakter erhalten und wird seit den 1960er Jahren verstĂ€rkt in negativem Sinn verwendet. FĂŒr kleinere Gruppen werden daher auch die Bezeichnungen „religiöse Sondergemeinschaft“ oder „neue religiöse Bewegung“ gewĂ€hlt.cite-ref-1[1]cite-ref-0-2-0[2]cite-ref-1-3-0[3]

Contents

‱ Antike
‱ Moderne
‱ Deutschland
‱ Frankreich
‱ Schweiz
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Begriffsgeschichte

Antike

Der Begriff „Sekte“ geht sehr wahrscheinlich auf das lateinische secta („Richtschnur“ oder „Schulrichtung“) zurĂŒck, was sich von sectus, einem nicht mehr erhaltenen Partizip Perfekt von sequi („folgen“, speziell: „AnhĂ€nger [einer Person oder Lehre] sein“), ableitet. Das Verbum secare („abschneiden“ oder „abspalten“) kommt als Ursprung weniger in Betracht, ist allerdings auch nicht ganz von der Hand zu weisen.cite-ref-4[4] Das lateinische secta ist erstmals im 3. Jahrhundert v. Chr. bei dem Dichter Gnaeus Naevius belegt. Als secta bezeichnete man wertneutral nicht nur eine philosophische Schule, sondern auch eine Schulrichtung in der Rechtswissenschaft oder die AnhĂ€ngerschaft eines Politikers.cite-ref-5[5]

Der lateinische Begriff secta entspricht dem Griechischen Wort αጔρΔσÎčς (haĂ­resis).cite-ref-6[6] ZusĂ€tzlich gab es eine latinisierte Form dieses Wortes: hairesis. Als Lehnwort aus dem Griechischen war das lateinische haeresis ein Synonym von secta. Etymologisch ist hairesis von hairĂ©omai („sich nehmen“, „auswĂ€hlen“, „vorziehen“) abgeleitet und bedeutete ursprĂŒnglich „Wahl“ sowie das, was man ausgewĂ€hlt hat, wofĂŒr man sich entschieden hat (eine Partei, Meinung oder Überzeugung). Ab dem Zeitalter des Hellenismus bezeichnete man als hairesis eine philosophische Lehre sowie deren AnhĂ€ngerschaft, beispielsweise die Stoiker, Peripatetiker oder Platoniker (Akademiker). Der Begriff wurde aber nicht nur in philosophischen oder weltanschaulichen ZusammenhĂ€ngen verwendet. Im 2. Jahrhundert verfasste der berĂŒhmte Arzt Galen ein griechisches Werk ĂŒber die drei wichtigsten damals bestehenden medizinischen Schulrichtungen, worin er fĂŒr diese die Bezeichnung hairesis gebrauchte. Diese einflussreiche Schrift wird noch heute unter ihrem lateinischen Titel De sectis (wörtlich „Über die Sekten“) zitiert.cite-ref-7[7]

Im Judentum wurde der griechische Begriff hairesis ĂŒbernommen und nicht nur fĂŒr griechische Philosophenschulen, sondern auch fĂŒr jĂŒdische theologische Richtungen wie die SadduzĂ€er, PharisĂ€er und Essener verwendet. Auch hier war keine negative Konnotation damit verbunden; es gab keine AutoritĂ€t, die in der Lage gewesen wĂ€re, ein bestimmtes Dogma oder Bekenntnis verbindlich als „rechtglĂ€ubig“ festzulegen und eine abwertende Bezeichnung fĂŒr alle davon abweichenden Richtungen einzufĂŒhren. So schrieb der jĂŒdische Historiker Flavius Josephus im 1. Jahrhundert, er habe sich in seiner Jugend fĂŒr die hairesis der PharisĂ€er entschieden, die der philosophischen hairesis der Stoiker Ă€hnlich sei.cite-ref-8[8] Im Sinne dieses Sprachgebrauchs wurden die ersten Christen als hairesis der „Nazarener“ im Rahmen des Judentums bezeichnet.cite-ref-9[9]

Im Gegensatz zur wertfreien jĂŒdischen Begriffsverwendung erhielt bei den Christen hairesis von Anfang an eine negative Konnotation, die schon bei dem Apostel Paulus deutlich erkennbar ist. Zwar wurde der Ausdruck in der frĂŒhen christlichen Literatur gelegentlich noch im herkömmlichen Sinne als neutrale Bezeichnung verwendet, doch galt in den miteinander in Kommunion stehenden Gemeinden jede Parteiung unter Christen als unvereinbar mit dem Wesen der einen Kirche und ihrer verbindlichen Lehre und daher als skandalös. Hairesis bedeutete in der Alten Kirche Abweichung vom wahren Glauben und dadurch Trennung von der Gemeinde, „HĂ€resie“. Ab Beginn des zweiten Jahrhunderts ist hairesis als theologischer Fachbegriff in diesem Sinn bezeugt; in der Folgezeit dominierte der Wortsinn „Irrlehre“, daneben wurde das Wort auch als Synonym von schisma („Spaltung“, „Abspaltung“) gebraucht. Den als HĂ€retiker Ausgegrenzten wurden die Bezeichnungen „Christen“ und „Kirche“ nachdrĂŒcklich verweigert.cite-ref-10[10] Es entstand eine hĂ€resiologische und hĂ€resiographische (Irrlehren beschreibende) kirchliche Literatur. Den ersten HĂ€retikerkatalog erstellte Justin der MĂ€rtyrer im 2. Jahrhundert.

Eine abwertende Begriffsverwendung kam auch in nichtchristlicher Literatur vor; so vertrat im spĂ€ten 3. Jahrhundert der pagane Neuplatoniker Alexander von Lykonpolis die Ansicht, das Christentum habe einen Niedergang erlebt, denn es seien ehrgeizige und neuerungssĂŒchtige, aber zu gedanklicher Klarheit unfĂ€hige SektengrĂŒnder aufgetaucht, von denen jeder eine neue hairesis eingefĂŒhrt habe. Dies habe zu Verwirrung und vielfacher Aufspaltung gefĂŒhrt.cite-ref-11[11]

Mittelalter und FrĂŒhe Neuzeit

Die lateinischen Begriffe haeresis und secta wurden im Mittelalter und in der FrĂŒhen Neuzeit weiterhin so wie in den Schriften der antiken KirchenvĂ€ter zur abwertenden Bezeichnung von „Irrlehren“ und deren AnhĂ€ngerschaft verwendet. So wurden die Protestanten als secta Lutherana bezeichnet.cite-ref-12[12] In der Ostkirche wurde der Islam als Variante des spĂ€tantiken Arianismus betrachtet und daher ab dem 8. Jahrhundert offiziell unter die Sekten eingereiht.cite-ref-bochingerrgg-13-0[13]

Ins Mittelhochdeutsche entlehnt wurde das lateinische Wort in der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts. Der Ă€lteste deutsche Beleg bezieht sich auf die damals als HĂ€retiker verteufelten Arianer.cite-ref-14[14] Der deutsche Wortgebrauch im SpĂ€tmittelalter und in der FrĂŒhen Neuzeit entsprach im religiösen Kontext dem lateinischen; secte oder sec(k)t wurde mit Vorstellungen wie „Rotte“, „Aufruhr“, „Spaltung“ und „Zwietracht“ assoziiert.cite-ref-15[15] Nach der Reformation pflegte man in Deutschland religiöse Gruppen ohne reichsrechtliche Anerkennung Sekten zu nennen.cite-ref-bochingerrgg-13-1[13]

Neben dem in der Regel abwertenden Wortgebrauch in religiösen ZusammenhĂ€ngen gab es ab dem 16. Jahrhundert im Lateinischen und im Deutschen auch eine wertneutrale, aus antiken Texten ĂŒbernommene Begriffsverwendung zur Bezeichnung philosophischer und medizinischer Schulrichtungen.cite-ref-16[16]

Moderne

WĂ€hrend im Deutschen „Sekte“ auch in der Moderne sehr hĂ€ufig in einem negativen, oft stark abwertenden Sinn verwendet wurde und wird, hat das englische Wort sect einen eher wertneutralen Sinn. So wird in englischsprachiger buddhistischer Literatur sect als wertneutraler Ausdruck zur Bezeichnung von angesehenen Schulrichtungen verwendet.cite-ref-17[17] Dem deutschen pejorativen Ausdruck „Sekte“ entspricht der englische Begriff cult als polemische Fremdbezeichnung.cite-ref-18[18]

Nach 1900 wurde der Begriff „Sekte“ noch sehr breit verwendet, nĂ€mlich generell fĂŒr – im betreffenden Land – kleine Religionsgemeinschaften. Etwa im katholisch dominierten Österreich wurden Adventisten, Baptisten, Anglikaner, QuĂ€ker oder AnhĂ€nger von Swedenborg so bezeichnet.cite-ref-19[19]

Allgemeine Verwendung des Begriffs

Im landlĂ€ufigen Sprachgebrauch werden als Sekten oft religiöse Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise als gefĂ€hrlich oder problematisch angesehen werden oder die in orthodoxer theologischer Hinsicht als „Irrlehre“ angesehen werden. Dies betrifft sowohl seit Langem bestehende christliche Gemeinschaften, die sich in Lehre oder Praxis vom Herkömmlichen unterscheiden, als auch neue Gruppen. Zu Letzteren zĂ€hlen insbesondere solche, die in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind und damals als „Jugendreligionen“ bezeichnet wurden, weil sie anfĂ€nglich viele junge Mitglieder hatten. „Sekte“ wird heute oftmals als Kampfbegriff gebraucht.cite-ref-20[20] So wird sogenannten Sekten hĂ€ufig vorgeworfen, sie wĂŒrden sich vor allem aus wirtschaftlichen GrĂŒnden als religiöse Glaubensgemeinschaften ausgeben, um den besonderen Schutz des Staates, grĂ¶ĂŸere Freiheiten und Rechte sowie die Befreiung von Steuern zu genießen. Bekanntestes Beispiel dafĂŒr ist Scientology.

In jĂŒngerer Zeit wird der Terminus „Sekte“ auch im sĂ€kularen Bereich verwendet, um beispielsweise Kritiker von vorherrschenden wissenschaftlichen Lehrmeinungen, sozialen Üblichkeiten oder Absplitterungen von politischen Parteien abwertend zu charakterisieren.cite-ref-21[21] Im Juni 2018 akzeptierte das OLG Frankfurt es als Teil der freien MeinungsĂ€ußerung, ein Unternehmen als „Sekte“ zu bezeichnen.cite-ref-22[22]

Die Bezeichnung Sekte fĂŒhrt immer wieder zu Kontroversen, da mit dem Begriff allgemein eine besondere KonflikttrĂ€chtigkeit assoziiert wird.cite-ref-0-2-1[2]cite-ref-23[23] FĂŒr die Religionswissenschaftlerin Babett Remus stammt der Begriff ursprĂŒnglich zur Selbstdefinition einer religiösen Gruppe und ihrer Abgrenzung nach außen. Er sei somit „nichts anderes als ein Kampfbegriff und somit zur religionswissenschaftlichen Theoriebildung völlig ungeeignet“.cite-ref-24[24]

Dabei stehen sich zwei Grundhaltungen gegenĂŒber: Auf der einen Seite eine Betonung der Religionsfreiheit und der weltanschaulichen NeutralitĂ€t des Staates. Hier wird ZurĂŒckhaltung bei der öffentlichen Bewertung religiöser und weltanschaulicher Positionen und bei Maßnahmen gegen missliebige Minderheiten empfohlen. Die gegenteilige Haltung nehmen diejenigen ein, die insbesondere neureligöse weltanschauliche Sondergruppen zum Teil scharf verurteilen und in manchen FĂ€llen deren gesellschaftliche Ächtung anstreben.

Im Einzelnen drehen sich die Kontroversen beispielsweise um mutmaßliche oder tatsĂ€chliche

‱ EinschrĂ€nkungen der Religionsfreiheit religiöser Randgruppen, etwa durch Kritik ihrer Praktiken, und juristische Zwangsmaßnahmen,cite-ref-25[25]
‱ EinschrĂ€nkungen der religiösen Freiheit durch unterschiedliche Grade der gesetzlichen Anerkennung

‱ Art. 4 GG der Bundesrepublik Deutschland gesteht grundsĂ€tzlich die freie ReligionsausĂŒbung zu. EinschrĂ€nkungen ergeben sich aus dem Artikel selber nicht, sind aber oft genug Gegenstand der aktuellen Rechtsprechung. Das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist nur beschrĂ€nkt durch die Grundrechte anderer Menschen und die sonstigen Grundwerte des Grundgesetzes.

‱ EinschrĂ€nkungen der Meinungsfreiheit von Gruppenmitgliedern,
‱ EinschrĂ€nkungen der Bewegungsfreiheit von Gruppenmitgliedern,
‱ wirtschaftliche Ausbeutung der Mitglieder durch lange Arbeitszeiten und minimales Gehalt,cite-ref-26[26]
‱ sexuelle Ausbeutung oder FĂ€lle von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Gruppenmitglieder,
‱ Menschenrechtsverletzungen durch gruppeninterne, gerichtsĂ€hnliche Verfahren (Beispiel: KIG),
‱ Personenkulte um die AnfĂŒhrer der betreffenden Gruppe, z. B. Osho (Bhagwan),cite-ref-spon-948789-27-0[27]
‱ Familienkonflikte, insbesondere wenn ein Elternteil oder Kinder die Gruppe verlassen haben oder wollen,
‱ das Behindern von Kindern beim Zugang zu Ausbildung, Ă€rztlicher Versorgung und Familienangehörigen außerhalb der Gruppe.

Staatliche Begriffsverwendung

Deutschland

In Deutschland stellte die EnquĂȘte-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ 1998 fest, dass in der Umgangssprache der Begriff „Sekte“ sich zunehmend auf Gruppen bezieht, denen vorgeworfen wird, in Lehre und Praxis systematisch gegen ethische Überzeugungen wie MenschenwĂŒrde, Menschenrechte, Freiheit, Toleranz, Selbstentfaltung oder Selbstverwirklichung zu verstoßen, statt Entfaltungsfreiheit AbhĂ€ngigkeit zu produzieren, die Menschen zu entwĂŒrdigen und zur Intoleranz anzuleiten. Der umgangssprachliche Sektenbegriff leide damit an einer erheblichen inhaltlichen Undifferenziertheit; er sei in hohem Maße kritikwĂŒrdig und werde von der Kommission daher nicht verwendet. FĂŒr die Zwecke der neutralen Beschreibung seien die Bezeichnungen „neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen“ zutreffender. Das Grundgesetz kenne nur Religionen, Religionsgesellschaften und Religionsgemeinschaften; staatsrechtlich gebe es mithin keinen Unterschied zwischen Kirche und „anderen religiösen Organisationsformen“. Der Begriff der Kirche ist dadurch auch nicht mehr geschĂŒtzt, sodass sich nun jede Organisation als Kirche bezeichnen und ihn irrefĂŒhrend verwenden könne.cite-ref-28[28]

Allerdings stellte das Bundesverfassungsgericht im Juni 2002 fest, dass die staatliche Anwendung der Begriffe „Sekte“, „Jugendreligion“, „Jugendsekte“ und „Psychosekte“ auf die Osho-Bewegung verfassungsrechtlich unbedenklich gewesen sei, da sie nicht den Schutzbereich der Glaubens- und Gewissensfreiheit berĂŒhrt habe. Mit Blick auf den Bericht der Enquete-Kommission empfahl das Gericht gleichwohl, staatliche Stellen sollten diese Begriffe, auch wenn sie verfassungsrechtlich unbedenklich seien, nicht mehr verwenden.cite-ref-1-3-1[3] Das PolizeiprĂ€sidium MĂŒnchen verwendet den Begriff weiterhin auf seiner Website im Titel „Sekten und Okkultismus“ (Stand von Mai 2025).cite-ref-29[29]

Frankreich

AnlÀsslich der AktivitÀten der Vereinigungskirche seit den 1970er Jahren wurde von staatlicher Seite verstÀrkt gegen Sekten vorgegangen.cite-ref-30[30] 1995 veröffentlichte eine parlamentarische Kommission eine Liste von 173 Organisationen, die als Sekte bezeichnet wurden. Die Gesamtzahl der Mitglieder dieser Organisationen wurde auf 400.000 geschÀtzt. Der staatliche Runderlass betont bei der Begriffsdefinition den ausbeuterischen Charakter einer Sekte.cite-ref-31[31] In diesem Zusammenhang stehen auch Einrichtungen weltanschaulicher Gruppierungen unter Beobachtung, die sich in anderen LÀndern frei entfalten können, wie etwa die Waldorfschulen.cite-ref-32[32]

Schweiz

1998 hatte der Bundesrat bei einer Anfrage im Nationalrat festgehalten, dass es keinen juristischen Begriff der „Sekte“ gibt.cite-ref-33[33] Die Bundeskanzlei hat den Auftrag, fĂŒr das Thema zu sensibilisieren, kann in Sachen Beratungsstelle aber höchstens koordinierend wirken. Alle Beratungsstellen zu Sektenfragen in der Schweiz sind private oder kirchliche Institutionen.

Wissenschaftlicher Gebrauch

Im theologischen, rechtlichen und soziologischen Kontext wird der Begriff „Sekte“, wenn ĂŒberhaupt, dann unter BerĂŒcksichtigung seiner Problematik eingesetzt.

Theologischer Gebrauch

Die Abwehr theologischer Abweichungen von der kirchlichen Lehre spielt fĂŒr Theologen in der neueren Auseinandersetzung mit dem Thema „Sekten“ kaum noch eine Rolle. Beachtet werden mögliche negative Folgen fĂŒr den Einzelnen und fĂŒr seine Umgebung, die sich aus der Zuwendung zu einer problematischen religiösen Gruppe ergeben können. Bedenkliche Eigenheiten können etwa sein: ein ethischer Rigorismus, Überlegenheitsbewusstsein, Heilsversprechen speziell fĂŒr die exklusive Elite der Zugehörigen, hoher Gruppenbinnendruck, erschwerte Austrittsmöglichkeit. Die Darlegung solcher Eigenheiten ist gepaart mit Selbstkritik: „Viele sektenhafte ZĂŒge finden sich auch innerhalb der Kirche“.cite-ref-34[34] „Der christliche Glaube verlangt nicht weniger, sondern mehr irrationalen Glauben, als manche ‚Sekte‘ einzufordern wagt.“cite-ref-35[35] Die kirchliche BeschĂ€ftigung mit Sondergemeinschaften bewegt sich weiterhin in dem Spannungsfeld Warnen vor Irrwegen oder Selbsthinterfragen als Kirche.cite-ref-36[36]

Rechtswissenschaftlicher Gebrauch

Das MĂŒnchner Rechtslexikon schreibt zum Beispiel, der Begriff „Sekte“ habe in staatsrechtlicher Hinsicht seine Bedeutung verloren, da er eine negative theologische Beurteilung enthalte. Die frĂŒher als „Sekten“ bezeichneten Gruppen werden heute meist unter weniger vorbelasteten Bezeichnungen wie „Neue religiöse Bewegungen“ oder „Alternativreligionen“ zusammengefasst. Kleinere spirituelle Gruppierungen und Einzelpersonen werden bisweilen auch als „Anbieter am Lebenshilfemarkt“ bezeichnet.

Soziologische Definitionen

FĂŒr die soziologische Definition haben sich folgende drei AnsĂ€tze herausgebildet:

In der deutschsprachigen Soziologie ist – erstens – Max Webers Sektenkonzept am bekanntesten. Weber unterscheidet Sekten von Kirchen anhand ihrer Rekrutierungsmechanismen: Sekten seien voluntaristische Gemeinschaften, in die man aufgrund einer persönlichen Entscheidung und nur nach eingehender PrĂŒfung durch die Sekte aufgenommen werde. Im Gegensatz dazu sind Kirchen fĂŒr Weber Anstalten, in die man hineingeboren wĂŒrde.cite-ref-37[37]

Der protestantische Theologe Ernst Troeltsch (1865–1923) benutzte den Begriff in Anschluss an Weber in seiner Typologie christlicher Gemeinschaftsbildung: Im Unterschied einerseits zu Kirche, andererseits zur Mystik zeichne sich die Sekte durch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleine Mitgliederzahl aus, durch die angestrebte „persönlich-innerliche Durchbildung“ des Glaubens sowie eine enge, persönliche Verbindung der Mitglieder untereinander. Typisch sei in diesen Laienchristentum, die Forderung nach persönlichen ethisch-religiösen Leistungen und einem persönlichen VerhĂ€ltnis zu Gott, sowie die radikale religiöse Gleichheit und BrĂŒderlichkeit innerhalb der Gruppe. Eine Sekte stelle sich gegen die Hierarchien und die kanonischen Verrechtlichungen der Kirchen. Es gebe drei Haupttypen von Sekten:

‱ die aggressive Sekte mit einem hohen Missionierungsanspruch und einem ausgeprĂ€gten Elite­bewusstsein,
‱ die von ihrer Umwelt tolerierte Sekte, die Gewalt ablehne und zurĂŒckgezogen den eigenen Glauben praktiziere, sowie
‱ die assimilatorische Sekte, die dem Druck der Umwelt nachgebe und Konzessionen an sie mache.cite-ref-38[38]

Dem stellte der Religionssoziologe Paul Honigsheim (1885–1963) noch neuere amerikanische Sekten an die Seite, die angesichts der verbreiteten religiösen Toleranz in den Vereinigten Staaten keine Verfolgungserfahrungen hĂ€tten, Sekten der Afroamerikaner, die auf den verbreiteten Rassismus reagierten, indem sie die „RassensuperioritĂ€t ihrer Mitglieder betonen“, sowie schließlich religiös kollektivistische Sekten. Die Abgrenzung des Sektenbegriffs zu dem der Konfession sei oft nicht trennscharf zu ziehen.cite-ref-39[39]

Ein anderer, zweiter, Ansatz von Peter L. Berger sieht in einer Sekte ein Organisationsmodell fĂŒr den Selbstschutz weltanschaulicher Minderheiten. Ihre Basis sei eine Orthodoxie, die von einem ontologischen Wahrheitsbegriff (Niklas Luhmann) ausgehe, d. h., eine voraufgeklĂ€rte Orientierung, in der das Sein als unwandelbar und unvergĂ€nglich und nicht als kontingent (auf Wahrnehmung begrĂŒndet) erkannt werde. Eine kommunikative VerstĂ€ndigung ĂŒber die Grundlagen des Lebens gilt ihr als blasphemisch und gefĂ€hrlich. Zur Vermittlung der „wahren Lehre“ benötige sie organisatorisches Handeln und prĂ€ge ĂŒber die indoktrinierende Institution nicht nur das Weltbild der einzelnen Menschen, sondern auch deren Sprache in einer Weise, die die VerstĂ€ndigung mit Außenstehenden erschwere.cite-ref-40[40]

Ein dritter verwendeter, einflussreichercite-ref-41[41] Ansatz, entwickelt von Bainbridge und Stark, unterscheidet Sekten und Kulte von Kirchen auf der Basis ihrer Ideologien. Kirchliche Ideologien stĂŒnden dabei nicht im Konflikt mit ihrer gesellschaftlichen Umgebung, sondern affirmierten diese.cite-ref-42[42] Sekten und Kulte wichen dagegen ideologisch deutlich von ihrer gesellschaftlichen Umgebung ab.cite-ref-43[43] Zwischen Sekten und Kulten wird in diesem Ansatz auf der Basis des Entstehens der ihnen zugehörigen Ideologien unterschieden: WĂ€hrend Sekten, die aus bestehenden Religionsorganisationen hervorgehen, lange bestehende Glaubensbekenntnisse modifizieren wĂŒrden, schĂŒfen Kulte völlig neue Glaubenssysteme.cite-ref-44[44]

H. Richard Niebuhr machte die Beobachtung, dass Sekten, entstanden als schismatische Bewegung von großen Kirchen, die Tendenz hĂ€tten, ihrerseits Kirchen zu werden, womit sie aber viele BedĂŒrfnisse ihrer Mitglieder nicht mehr erfĂŒllen könnten, was zu erneuten Abspaltungen fĂŒhren wĂŒrde. Auf dieser Feststellung aufbauend, konstatiert dieser dritte Ansatz ein SpannungsverhĂ€ltnis zwischen Sekten und Gesellschaft, bei dem sich aber beide Pole stĂ€ndig in Bewegung befĂ€nden, was zu einer gesellschaftlichen Etablierung vorher bewusst minoritĂ€rer Gruppen fĂŒhren könne. Die ÜbergĂ€nge zwischen „Sekte“ und „Kirche“ sind in diesem Modell fließend. „Kulte“ haben im Unterschied zu „Sekten“ eigene religiöse Wurzeln. Bainbridge und Stark unterscheiden drei Arten von Kulten:

‱ Publikumskulte ohne formale Organisation,
‱ Klientenkulte mit formaler Organisation, die partielle BedĂŒrfnisse abdecken, sowie
‱ Kultbewegungen mit formaler Organisation, die universale BedĂŒrfnisse abdecken.

Die Gruppen werden in diesem Ansatz nach Art der angebotenen Kompensatoren unterschieden: „Magische“ oder spezielle Kompensatoren versprĂ€chen die Manipulation der Umwelt fĂŒr eigene Ziele, „religiöse“ oder allgemeine Kompensatoren böten ein universales WelterklĂ€rungsmodell an.
Diese Unterscheidung geht im Grundsatz auf Émile Durkheim zurĂŒck: Magie floriere, wenn wissenschaftliche Mittel zu ihrer ÜberprĂŒfung fehlen oder nicht akzeptiert werden. Sie könne aber keine Organisation aufrechterhalten.

Auf Magie basierende Kulte können sich allerdings zu Kultbewegungen mit universalem WelterklÀrungsanspruch entwickeln, so ging Scientology z. B. aus einem psychotherapeutischen Selbsthilfesystem (Dianetik) hervor. Kultbewegungen provozieren allerdings, so Bainbridge und Stark, anders als unorganisierte Kulte, Widerspruch im gesellschaftlichen Umfeld.cite-ref-45[45]

Siehe auch
Literatur

Nachschlagewerke

‱ Nicolette Bohn, Roland Biewald: Lexikon der Sekten, Lexikon des Okkultismus, Militzke Verlag e. K., Leipzig 2005, CD-ROM, Kleine digitale Bibliothek, Band 52, Directmedia Publishing GmbH, Berlin 2008, ISBN 978-3-89853-352-2.

Begriffsgeschichtliche Untersuchungen

‱ Götz Hindelang (1996): Sekte, ein brisantes Wort? Lexikographische und sprachkritische Bemerkungen. In: Sprachreport 96,2. S. 3–5.
‱ Götz Hindelang (2005): Lexikologische Probleme im Sektendiskurs. In: Muttersprache 2/2005. S. 168–185.
‱ Marc van Wijnkoop LĂŒthi: Die Sekte – die anderen? Beobachtungen und VorschlĂ€ge zu einem strittigen Begriff. Edition Exodus, Luzern 1996, ISBN 3-905577-08-9.
‱ Pascal Boulhol: De la ligne de conduite au groupe hĂ©tĂ©rodoxe: un aperçu de l'Ă©volution sĂ©mantique du mot secta, depuis les origines jusqu'au dĂ©but du Haut Moyen Âge. In: Rives nord-mĂ©diterranĂ©ennes, Religion, secte et pouvoir. 21. Juli 2005.
‱ Christoph von Blarer: Sekten: AnnĂ€herungen an einen kontroversen Begriff. Basel 1999, ISBN 3-906981-09-6.
‱ Gerald Willms: Die wunderbare Welt der Sekten: Von Paulus bis Scientology. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012.

Christlich

‱ Hans Baer, Hans Gasper, Joachim MĂŒller: Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen Orientierungen im religiösen Pluralismus. Freiburg 2005, ISBN 3-451-28256-9.
‱ Hermann-Josef Beckers, Helmut Kohle (Hrsg.): Kulte, Sekten, Religionen. Von Astrologie bis Zeugen Jehovas. Pattloch, Augsburg 1994, ISBN 3-629-00636-1.
‱ RĂŒdiger Hauth: Neben den Kirchen (= Bibel, Kirche, Gemeinde. Bd. 12). Christliche Verlagsanstalt, 2002, ISBN 3-7673-8012-9.
‱ Reinhart Hummel: Religiöser Pluralismus oder christliches Abendland? Herausforderungen an Kirche und Gesellschaft. Darmstadt 1994, ISBN 3-534-11717-4.
‱ Gabriele Lademann-Priemer: Warum faszinieren Sekten? Psychologische Aspekte des Religionsmißbrauchs. Claudius, MĂŒnchen 1998.

Nicht religiös

‱ Robert Jay Lifton, Terror fĂŒr die Unsterblichkeit: Erlösungssekten proben den Weltuntergang. Hanser, MĂŒnchen/Wien 2000.
‱ Margaret Thaler Singer, Janja Lalich: Sekten. Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können. Heidelberg 1997.
‱ Hugo Stamm: Sekten. Im Bann von Sucht und Macht. ZĂŒrich 1995, ISBN 3-268-00170-X.
‱ Ken Wilber, Bruce Ecker, Dick Anthony: Meister, Gurus, MenschenfĂ€nger. Über die IntegritĂ€t spiritueller Wege. Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-13825-6.
‱ Gerhard Besier, Erwin K. Scheuch (Hrsg.): Die neuen Inquisitoren. Religionsfreiheit und Glaubensneid. Edition Interfrom, ZĂŒrich 1999

‱ Teil 1: AufsĂ€tze, Essays und Polemiken, ISBN 3-7201-5277-4,
‱ Teil 2: Dokumentation, ISBN 3-7201-5278-2.

Sozialwissenschaftlich

‱ Benjamin Zablocki, Thomas Robbins: Misunderstanding Cults. Toronto 2001, ISBN 0-8020-8188-6 (fachĂŒbergreifende kontradiktorische Behandlung des Themenkomplexes).
‱ Hartmut Zinser: Der Markt der Religionen. MĂŒnchen 1997.
‱ Ulrich MĂŒller, Anne Maria LeimkĂŒhler: Zwischen Allmacht und Ohnmacht. Untersuchungen zum Welt-, Gesellschafts- und Menschenbild von neureligiösen Bewegungen. Regensburg 1993, ISBN 3-89073-676-9.

Juristisch

‱ Nuria Schaub: Der Schutz kleiner Glaubensgemeinschaften vor staatlicher und privater Diskriminierung. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-019786-2.

Journalismus, Medien

‱ Patrick Warto: Schlagwort Sekte, Verlag Österreich, Wien 2008, ISBN 978-3-7046-5217-1

Weblinks

Wiktionary: Sekte

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Fleur FlĂŒckiger: Die organisatorische Binnenstruktur von religiösen Sekten. In: Sociology of Religion. Soziologisches Institut der UniversitĂ€t ZĂŒrich, 31. Januar 2015; abgerufen am 20. MĂ€rz 2019.
‱ Reinhard Hempelmann: Was ist eine Sekte? (PDF; 97 kB) Evangelische Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen, MĂ€rz 2013; abgerufen am 9. Februar 2020.
‱ Wolfgang Mischitz: Lexikon – Weltanschauungsfragen kompakt: Sekte. In: weltanschauungsfragen.at. 2014; abgerufen am 10. Februar 2020.
‱ Sekte – Definition und Merkmale. In: relinfo.ch. Abgerufen am 10. Februar 2020

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Gerd Schneider und Christiane Toyka-Seid: Sekte. In: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung. Abgerufen am 19. Mai 2024.
cite-note-0-22. ↑ Hans Gerald Hödl, Lukas Pokorny: Religion in Austria. Volume, Nr. 3. Praesens Verlag, Vienna 2016, ISBN 978-3-7069-0955-6, S. 263 (englisch, 306 S.): “The author underlines that, at the latest, since the time that the above-mentioned Federal Law conceming the Establishment of a Documentation and Information Office for Sect Affairs [Federal Office for Sect Affairs] has been put into force, the use of the term 'sect' in connection with a specific group may indicate defamation, which is why restraint should be exercised.”
cite-note-1-33. ↑ Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Juni 2002, Az.: 1 BvR 670/91, abgerufen am 18. Dezember 2013.
cite-note-44. ↑ Hauth, RĂŒdiger: Art. Sekte, in: Theologische RealenzyklopĂ€die Bd. 31 (2000), S. 97.
cite-note-55. ↑ Zur Etymologie und antiken Begriffsgeschichte (außerhalb des Christentums) bzgl. secta siehe Karl Ernst Georges: AusfĂŒhrliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, Bd. 2, 11. Auflage, Basel 1962, Sp. 2559f.; Alois Walde, Johann Baptist Hofmann: Lateinisches etymologisches Wörterbuch, 3. Auflage, Bd. 2, Heidelberg 1954, S. 506.
cite-note-66. ↑ Zur antiken Begriffsgeschichte bzgl. hairesis siehe Henry George Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon, Oxford 1966, S. 41; Wilhelm Pape: Griechisch-deutsches Handwörterbuch, 3. Auflage, Bd. 1, Graz 1954, S. 59; Karl Ernst Georges: AusfĂŒhrliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, Bd. 1, 9. Auflage, Basel 1951, Sp. 3005; Heinrich von Staden: Hairesis and Heresy: The case of the haireseis iatrikai. In: Ben F. Meyer (Hrsg.): Jewish and Christian Self-Definition, Bd. 3: Self-Definition in the Graeco-Roman World, London 1982, S. 76–100;
cite-note-77. ↑ Heinrich von Staden: Hairesis and Heresy: The case of the haireseis iatrikai. In: Ben F. Meyer (Hrsg.): Jewish and Christian Self-Definition, Bd. 3: Self-Definition in the Graeco-Roman World, London 1982, S. 76–100, hier: 76f.
cite-note-88. ↑ Zur jĂŒdischen Begriffsverwendung siehe Heinrich von Staden: Hairesis and Heresy: The case of the haireseis iatrikai. In: Ben F. Meyer (Hrsg.): Jewish and Christian Self-Definition, Bd. 3: Self-Definition in the Graeco-Roman World, London 1982, S. 76–100, hier: 96f.
cite-note-99. ↑ Apostelgeschichte 24,5. Siehe dazu Gerhard Kittel (Hrsg.): Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, Bd. 4, Stuttgart 1966 (Nachdruck der Ausgabe von 1942), S. 879–884.
cite-note-1010. ↑ Norbert Brox: HĂ€resie. In: Reallexikon fĂŒr Antike und Christentum, Bd. 13, Stuttgart 1986, Sp. 248–297, hier: 257–264, 275–277.
cite-note-1111. ↑ Alexander von Lykonpolis, Gegen die Lehren Manis 1f. Siehe dazu Pieter W. van der Horst: 'A Simple Philosophy': Alexander of Lycopolis on Christianity. In: Keimpe A. Algra u. a. (Hrsg.): Polyhistor. Studies in the History and Historiography of Ancient Philosophy, Leiden 1996, S. 313–329, hier: 313–319.
cite-note-1212. ↑ Siehe dazu beispielsweise Walter Gerd Rödel: Die „Secta Lutherana“ im Schatten der Sancta Sedes Moguntina. In: Zwischen Konflikt und Kooperation. Religiöse Gemeinschaften in Stadt und Erzstift Mainz in SpĂ€tmittelalter und Neuzeit, Mainz 2006, S. 167–180.
cite-note-bochingerrgg-1313. ↑ Christoph Bochinger: Sekten II. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 7, Mohr-Siebeck, TĂŒbingen 2004, Sp. 1145–1148. Hier: Sp. 1146.
cite-note-1414. ↑ Hans Schulz, Otto Basler (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch, Bd. 4, Berlin 1978, S. 104–106 (Lemma Sekte), hier: 104.
cite-note-1515. ↑ Siehe die Belege bei Hans Schulz, Otto Basler (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch, Bd. 4, Berlin 1978, S. 104–106. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Bd. 10/1, Leipzig 1905, Sp. 406–408.
cite-note-1616. ↑ Wolfgang Pfeifer: Art. „Sekte“. In: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, Bd. M–Z. Berlin, 2. Auflage, 1993, S. 1275. Art. „Sekte“. In: Hans Schulz, Otto Basler (Hrsg.): Deutsches Fremdwörterbuch, Bd. 4. Berlin 1978, S. 104–106, hier S. 105.
cite-note-1717. ↑ Beispielsweise in der von Gunapala P. Malalasekera herausgegebenen Encyclopaedia of Buddhism, Bd. 1, Colombo 1965, S. 436f.
cite-note-1818. ↑ Ulrich Dehn: Sekten I. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Auflage, Bd. 7, TĂŒbingen 2004, Sp. 1144f., hier: 1145.
cite-note-1919. ↑ Die Berichte in den Tageszeitungen Neues Wiener Journal sowie Wiener Tageszeitung werden dargestellt von Franz Graf-Stuhlhofer: „Sekten in Wien“ von 1906 bis 1937. Zwei Serien in Wiener Tageszeitungen boten einen Überblick ĂŒber die damalige Szene religiöser Kleingruppen, in: Freikirchenforschung 31 (2022) S. 121–147
cite-note-2020. ↑ Martin Kriele: Sekte als ‚Kampfbegriff‘. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. April 1994
cite-note-2121. ↑ Hansjörg Hemminger: Was ist eine Sekte? (Memento des Originals vom 31. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weltanschauungsbeauftragte.elk-wue.de, Evangelische Landeskirche in WĂŒrttemberg (PDF; 49 KB) Abgerufen am 4. Oktober 2015; RĂŒdiger Hauth: Sekten. In: Theologische RealenzyklopĂ€die, Bd. 31, Berlin 2000, S. 96–103, hier: 97.
cite-note-2222. ↑ Sekten-Vorwurf ist freie MeinungsĂ€ußerung. In: www.faz.net. 29. Juni 2018, abgerufen am 30. Juni 2018.
cite-note-2323. ↑ Nuria Schaub: Der Schutz kleinerer Glaubensgemeinschaften vor staatlicher und privater Diskriminierung. Kohlhammer. Stuttgart 2008, S. 134.
cite-note-2424. ↑ Babett Remus: Sekte. In: Christoph Auffarth, Jutta Bernard, Hubert Mohr (Hrsg.): Metzler-Lexikon Religion. Gegenwart – Alltag – Medien. Bd. 3, J. B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000, ISBN 3-476-01553-X, S. 285.
cite-note-2525. ↑ Sekte stellt Strafanzeige gegen Behörden. In: sueddeutsche.de. 15. MĂ€rz 2014, abgerufen am 9. MĂ€rz 2018.
cite-note-2626. ↑ altmuehlnet.de
cite-note-spon-948789-2727. ↑ Nadine Helms: Bhagwan-Bewegung: Orgien im Namen des Herrn. In: Spiegel Online. 12. April 2010, abgerufen am 9. Juni 2018.
cite-note-2828. ↑ Endbericht der Enquete-Kommission Sogenannte Sekten und Psychogruppen vom 29. Mai 1998, abgerufen am 26. Juli 2018
cite-note-2929. ↑ Die Bayerische Polizei: Sekten und Okkultismus » SchĂŒtzen und Vorbeugen » Beratung. PolizeiprĂ€sidium MĂŒnchen, 22. September 2021. Abgerufen am 12. Mai 2025
cite-note-3030. ↑ Historique de la lutte anti-sectes en France de 1945 à nos jours (Memento vom 19. Dezember 2014 im Internet Archive)
cite-note-3131. ↑ Circulaire du 27 mai 2005 relative Ă  la lutte contre les dĂ©rives sectaires. Abgerufen am 20. April 2023.
cite-note-3232. ↑ Drohendes Verbot der französischen Waldorfschulen - Institut fĂŒr soziale Dreigliederung. Abgerufen am 20. April 2023.
cite-note-3333. ↑ GeschĂ€ft Ansehen. Abgerufen am 20. April 2023.
cite-note-3434. ↑ Wolfgang Marhold: Sekte. In: Evangelisches Kirchenlexikon, Band 4, Göttingen 1996, Sp. 194–197.
cite-note-3535. ↑ Herrmann, Horst, Sex & Folter in der Kirche, Sonderausgabe Orbis Verlag, MĂŒnchen 1998, S. 9.
cite-note-3636. ↑ So der Titel eines Beitrages von Franz Graf-Stuhlhofer, mit dem Untertitel Die kirchliche Auseinandersetzung mit sogenannten „Sekten“. In: Christian Herrmann, Rolf Hille (Hrsg.): Verantwortlich glauben. Ein Themenbuch zur christlichen Apologetik. VTR, NĂŒrnberg 2016, S. 284–293.
cite-note-3737. ↑ z. B. Max Weber: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, Hinduismus und Buddhismus. In: Archiv fĂŒr Sozialwissenschaft und Sozialpolitik 41 (3), 1916, S. 613–744, hier: 619.
cite-note-3838. ↑ Ernst Troeltsch: Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen, TĂŒbingen 1912, S. 362–370.
cite-note-3939. ↑ Paul Honigsheim: Sekten I. Religionsgeschichtlich. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, 3. Auflage, Bd. 5, TĂŒbingen 1960, S. 1657 ff.
cite-note-4040. ↑ Peter L. Berger: Zur Dialektik von Religion und Gesellschaft. Elemente einer soziologischen Theorie, Frankfurt 1988, zitiert bei Philipp Flammer: Die Auseinandersetzung um das PhĂ€nomen der „Sekten“, Lizenziatsarbeit am Soziologischen Institut der UniversitĂ€t ZĂŒrich 1994, Kap. 5.
cite-note-4141. ↑ Rodney Stark, William Sims Bainbridge: Of Churches, Sects, and Cults: Preliminary Concepts for a Theory of Religious Movements. In: Journal for the Scientific Study of Religion 18(2), 1979, S. 117–131, hier: 123.
cite-note-4242. ↑ Benton Johnson: On Church and Sect. In: American Sociological Review 28(4), 1963, S. 539–549, hier: 542.
cite-note-4343. ↑ Marty E. Martin: Sects and Cults. In: Annals of the American Academy of Political and Social Science 332, 1960, S. 125–134, hier: 126.
cite-note-4444. ↑ Rodney Stark: The Class Bases of Early Christianity: Inferences from a Sociological Model. In: Sociological Analysis 47, 1986, S. 216–229, hier: 217f.
cite-note-4545. ↑ Rodney Stark, William Sims Bainbridge: The Future of Religion. Secularization, Revival and Cult Formation, Berkeley 1985, zitiert bei Philipp Flammer: Die Auseinandersetzung um das PhĂ€nomen der „Sekten“, Lizenziatsarbeit am Soziologischen Institut der UniversitĂ€t ZĂŒrich 1994, Kap. 7.